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Portrait Fotografie

Wodurch zeichnet sich eine gute Porträtaufnahme aus?

Hierfür gibt es keine festen Regeln, jedoch einige nützliche Hinweise:

• Ungestellte, natürliche Aufnahmen
• Formelle Familienporträts
• Verwenden von Selbstauslöser und Fernbedienung
• Blitzlichtfotografie
• Umgebungslicht
• Komposition
 

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Ungestellte, natürliche Aufnahmen

Einen einfachen Einstieg bieten ungestellte, natürliche Aufnahmen. Die natürlichsten Gesichtsausdrücke erhalten Sie, wenn Menschen sich für alles andere als die Kamera interessieren. Sie brauchen dabei nicht zu verheimlichen, dass Sie vorhaben, Fotos zu machen. Eigentlich ist es sogar viel einfacher, die Kamera sichtbar zu präsentieren und alle wissen zu lassen, dass Sie fotografieren. Nach einer Weile haben sie sich daran gewöhnt und verhalten sich ganz ungezwungen.

An Weihnachten können Sie beispielsweise Menschen fotografieren, die Geschenke öffnen, Spiele spielen, das Festtagsessen zubereiten oder – warum auch nicht – den Abwasch erledigen.

Formelle Familienporträts

Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, ein Gruppenbild der gesamten Familie zu machen. Diese Aufnahme wird sicher einen besonderen Platz in Ihrem Familienalbum finden.

Für eine traditionelle Aufnahme können Sie in der Mitte Stühle für die Großeltern aufstellen, um die sich der Rest der Familie gruppiert. Die Enkel könnten sich entweder seitlich aufstellen oder davor in der Mitte auf den Boden setzen. Wenn Sie alte Gruppenbilder Ihrer Familie haben, versuchen Sie doch einfach einmal zum Spaß, die Aufstellung und die Posen nachzustellen. Sie können das Ergebnis dann sofort an Ort und Stelle drucken.


Selbstauslöser

Auf vielen Familienfotos fehlt meist eine Person – der Fotograf. Das muss nicht so sein. Kameras von Canon verfügen über einen Selbstauslöser. Hierbei verzögert der Auslöser die Belichtung um 10 Sekunden. So haben Sie Zeit, sich zu der Gruppe vor der Kamera zu stellen. Mit den aktuellen PowerShot- und IXUS-Modellen, z. B. der IXUS 1000HS, wird dieser Vorgang sogar noch einfacher, da sie über einen Selbstauslöser verfügen, der auf Zwinkern reagiert. Die Aufnahme wird zwei Sekunden nach Erkennung eines Zwinkerns automatisch ausgelöst!

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Idealerweise sollte die Kamera auf einem Stativ montiert werden, eine andere feste Unterlage reicht jedoch ebenfalls aus. Mit dem Zoom können Sie den Bildausschnitt festlegen und das Bild vorbereiten, denken Sie jedoch daran, in der Aufstellung Platz für sich selbst zu lassen. In den meisten Fällen stellt die Kamera automatisch scharf und wählt die richtige Belichtung. Manchmal empfiehlt es sich jedoch, auf manuelle Fokussierung (falls vorhanden) umzustellen und vor dem Betätigen des Auslösers scharf zu stellen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass die wichtigen Bereiche scharf gestellt sind.

Fernbedienung

Das Problem bei Aufnahmen mit dem Selbstauslöser ist, dass Sie nicht wissen, wann genau die Aufnahme erfolgt. Die Fotografierten bereiten sich entweder mit einem aufgesetzten Lächeln auf den Auslösemoment vor oder werden davon überrascht.

Einige Canon EOS-Kameras verfügen über einen eingebauten Infrarotempfänger, der mit der Canon Fernbedienung RC-6 zusammenarbeitet. Zielen Sie mit dem Gerät auf die Vorderseite der Kamera, und drücken Sie den Knopf, um die Aufnahme auszulösen. Vergessen Sie nicht, die Fernbedienung zu verbergen, bevor das Bild aufgenommen wird. Die Aufnahme erfolgt nach zwei Sekunden.

Durch diese kurze Verzögerung bleibt weniger Zeit, ein „Lächeln aufzusetzen“. Sie können einfach auslösen, sobald alle bereit sind.

Blitzlichtfotografie

Bilder von Familienfesten sind meist Innenaufnahmen. Bei relativ schwacher Beleuchtung verwenden die meisten Kameramodelle von Canon automatisch den integrierten Blitz. Manchmal werden hierdurch unangenehme Schlagschatten erzeugt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie Ihre Motive nicht unmittelbar vor hellen Wänden oder Vorhängen fotografieren.
 

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Wenn Sie mit einem Canon EOS-Modell (oder bestimmten Powershot-Modellen) und einem Canon Speedlite-Blitzgerät arbeiten, können Sie ein externes Blitzkabel von Canon verwenden. Hierdurch können Sie das Blitzgerät eine Armlänge entfernt von der Kamera auslösen. Wenn Sie es oberhalb und seitlich der Kamera halten, erhalten Sie eine bessere Beleuchtung für Porträtaufnahmen. Mit dem Autofokus ist es recht einfach, die Kamera mit rechts zu halten und auszulösen, während Sie mit links das Blitzgerät ausgestreckt halten.

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Umgebungslicht

Der Einsatz eines Blitzgerätes ist nicht immer erforderlich. Digitalkameras sind ziemlich gut geeignet für Aufnahmen bei schwachem Umgebungslicht, das z. B. von einem Fenster oder einer künstlichen Beleuchtungsquelle stammt. Über die ISO-Einstellung können Sie die Lichtempfindlichkeit der Kamera regulieren. Alle Digitalkameras von Canon bieten ISO 1600, das Spitzenmodell EOS-1D Mark IV sogar bis zu 102400!

Höhere ISO-Einstellungen können zu erhöhtem Bildrauschen führen. In Kameras von Canon werden hochmoderne Rauschreduzierungsverfahren eingesetzt, um diesen Effekt zu minimieren. Machen Sie ein paar Aufnahmen mit hohen ISO-Werten, um zu überprüfen, ob die Ergebnisse akzeptabel sind.

Bei Umgebungslicht wählt die Kamera möglicherweise eine längere Verschlusszeit. Behalten Sie diesen Wert im Auge. Bei längeren Verschlusszeiten als 1/60 Sekunde empfiehlt es sich, ein Stativ zu verwenden oder die Kamera auf einem Tisch oder einer Stuhllehne abzustützen. Außerdem sollten Sie Ihr Motiv bitten, einen Moment still zu halten, wenn Sie Ihre Aufnahme machen

Komposition  
 
Beim Fotografieren einer einzelnen Person ist man häufig versucht, diese genau in der Bildmitte zu platzieren. Oft erzielen Sie interessantere Ergebnisse, wenn Sie Ihr Motiv außerhalb der Bildmitte platzieren – das Bild gewinnt so an Dynamik. Brauchbare Tipps für die Porträtkomposition erhalten Sie, wenn Sie sich anschauen, wie Personen in TV-Dramen aufgenommen werden.
 

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Eine Porträtaufnahme muss nicht zwangsläufig ein Dreiviertelporträt mit Kopf und Schultern sein. Wählen Sie ruhig einen etwas größeren Bildausschnitt, um die Person in ihrer Umgebung zu zeigen. Ein Arbeitszimmer oder eine Küche können genauso viel über eine Person aussagen wie ihr Gesicht. Oder gehen Sie so nahe heran, wie es Ihre Kamera erlaubt, und konzentrieren Sie sich auf Augen und Mund.

Vor allem aber: seien Sie experimentierfreudig. Sie können Ihre Digitalaufnahmen unmittelbar am LCD-Monitor kontrollieren und die weniger erfolgreichen Versuche sofort wieder löschen.

Quelle: Canon - Foto Lehrgänge

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