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Ans Ende der Welt und zurück mit Olympus

Olympus Visionary Steve Gosling beschreibt seine Expedition nach Südgeorgien und in die Antarktis mit der E-M1 Mark II und Olympus PRO-Objektiven. 

Die Expedition

Im November 2016 hatte ich das Glück, an einem Luminous-Landscape-Workshop mit dem Ziel Südgeorgien und Antarktis als Lehrer teilzunehmen. Beide Reiseziele stehen schon seit geraumer Zeit auf meiner To-do-Liste. Die Gelegenheit zu bekommen, solche unglaublichen Landschaften zu fotografieren und zu bewundern, hat mich sofort begeistert.

Die Hin- und Rückreise von meiner Heimat im Norden Englands war bereits ein Erlebnis für sich: drei Flüge, um nach Ushuaia an der Südspitze Argentiniens zu gelangen, gefolgt von einer viertägigen Schiffsreise auf dem Südlichen Ozean.

Glücklicherweise blieb uns die berüchtigte raue See auf diesem Teil der Erdkugel erspart, und wir erreichten Südgeorgien ohne viele Fälle von Seekrankheit in der Workshop-Gruppe.

Wir verbrachten fast drei Wochen damit, verschiedene Orte zuerst in Südgeorgien und dann auf der antarktischen Halbinsel zu besuchen, um dann nach Ushuaia zurückzukehren. Wir fotografierten viel vom fahrenden Schiff aus und gingen regelmäßig (mit einem Schlauchboot) an Land, um Landschafts- und Wildtieraufnahmen zu machen. Per Schlauchboot erkundeten wir auch einige der mit Eisbergen geschmückten Buchten, auf die wir gegen Ende unserer Reise stießen.

Die Ausrüstung

Wochenlang habe ich mir den Kopf darüber zerbrochen, wie viel und welche Ausrüstung ich mitnehmen würde. Dies sollte ein einmaliges Erlebnis werden, und daher lag mir viel daran, für alle Fälle gerüstet zu sein. Andererseits war ich mir der Beschränkungen bewusst. Was immer ich mitnahm, musste ich auf dem Rücken durch mehrere Flughäfen tragen und auf einem kleinen Schlauchboot an Land bringen können. Außerdem galt es die strengen Bestimmungen der Fluggesellschaften für Handgepäck zu beachten (sowohl Größe als auch Gewicht). Ich wusste außerdem, dass die Außenbedingungen extrem sein würden, sowohl was die Feuchte (Gischt, Regen und Schnee) als auch Kälte betrifft. Aufgrund dieser Faktoren entschied ich mich für mein OLYMPUS-System.

Am Ende packte ich drei OM-D Kameras ein: zwei E-M1 und dank OLYMPUS UK eine E-M1 Mark II (zu dem Zeitpunkt nicht im Handel erhältlich), die mit dem neuen M.ZUIKO DIGITAL 12–100mm PRO Zoom ausgestattet war (die beiden E-M1 waren mit 7–14mm und 40–150mm PRO Zooms ausgestattet). So war mein Gepäck klein und relativ leicht, und ich konnte mich sowohl auf extreme Weitwinkel- als auch Telefoto-Optionen verlassen, ohne das Objektiv wechseln zu müssen.

Leichtes Gepäck und kompakte Maße

Ich entschied mich auch, das Stativ zu Hause zu lassen. Für jemanden, der an ein Stativ gewöhnt ist, war dies die schwierigste Entscheidung. Aber da es auf Gewichtsersparnis ankam und wir die meiste Zeit vom wackelnden Deck eines Schiffs oder einem fahrenden Schlauchboot aus fotografieren würden, war dies ein Opfer, das ich (wenn auch zögerlich) akzeptierte. Außerdem war ich hoffnungsvoll, dass ich dank dem verbesserten IS des E-M1 Mark II in Kombination mit dem 12–100mm PRO Objektiv unter Bedingungen weiterfotografieren könnte, wo ich mich normalerweise auf mein Stativ verlassen hätte.

Meine gesamte Kameraausrüstung passte in meinen Lieblingsrucksack - für den Transport auf der Hin- und Rückreise nach Argentinien. Bei Außenaufnahmen benutzte ich eine kleinere Schulter-/Hüfttasche, in der ich zwei Kameras und zwei Objektive transportieren konnte.

In meinen Rucksack packte ich außerdem noch meinen Laptop, zwei Reserve-Festplatten, Ladegeräte und ein iPad – und ich war startklar.

Herausforderungen bei Außenaufnahmen

Durch Internetrecherche und Gespräche mit befreundeten Fotografen, die diesen Teil der Weltkugel zuvor bereist hatten, bereitete ich mich darauf vor, welche Motive zum Fotografieren ich wohl finden und auf welche Herausforderungen ich dabei treffen könnte.

Die offensichtlichen, die ich bereits angesprochen habe, und das erwartungsgemäß feuchte und kalte Klima enttäuschten nicht. Beim Fotografieren vom Deck des Schiffs und an Land trug ich in der Regel mehrere Lagen (mehrere warme Lagen und darüber eine wasserdichte Jacke und Gamaschen) zum Schutz vor Wasser. Ich hatte Regenhüllen für die Kameras und Objektive dabei, benutzte sie aber nur selten und verließ mich stattdessen auf die Wetterbeständigkeit des OM-D Kit, um die Funktion zu gewährleisten. Und ich kann bestätigen, dass ich mich auf jede einzelne Kamera verlassen konnte.

Bei einigen meiner Workshop-Teilnehmer kam es dagegen zu diversen Kameraausfällen aufgrund der Wetterbedingungen – nicht aber bei der OLYMPUS-Gruppe (und die war ganz schön groß!). Ich hatte mehrere Reservebatterien dabei, die ich entweder in den Taschen oder gut eingewickelt in meinem Rucksack transportierte. So konnte ich den ganzen Tag fotografieren und konnte mich auf ausreichend Batteriekapazität verlassen.

Das Fotografieren von einem fahrenden Schiff oder Schlauchboot war eine Herausforderung, nicht zuletzt deshalb, weil man den Horizont gerade halten musste. Hier war die integrierte Nivellierungsanzeige des OM-D ein Glücksfall. Das IS-System und die Einstellung höherer ISO-Werte halfen dabei, irgendwelche Störeffekte durch die Bewegung meiner Kamera auszugleichen. Nicht eines meiner Bilder war durch unbeabsichtigte Unschärfeeffekte verdorben.

Überzeugt auf ganzer Linie

Aufgrund eines Mangels an Grauverlauffiltern hatte ich Sorge, ob ich mit dem Kontrast zurechtkommen würde. Aber der Dynamikbereich der Kameras trug dazu bei, dass sowohl unter den extremsten Bedingungen Gegenlicht- als auch Überbelichtungsinformationen vom Sensor erfasst wurden (was sich durch eine Prüfung des Histogramms bestätigen ließ). So war ich in der Lage, bei der Verarbeitung Details in überbelichteten Bereichen und Bereichen mit Gegenlicht hervorzubringen.

Vorteile der OM-D Serie

Die OM-Ds sind so bedienerfreundlich, dass ich schnell arbeiten konnte. Das war aus mehreren Gründen ein großer Vorteil:

• Das Fotografieren von einem fahrenden Schiff bzw. Schlauchboot bedeutete, dass ich in einem Versuch das Bild einfangen und die Aufnahme schießen musste; meistens bekam man nur den einen Versuch.

• Das Fotografieren von Wildtieren gehört nicht zu meiner gewohnten Arbeit. Daher kam es bei der Aufnahme von fliegenden Meeresvögeln und Pinguinen oder dem Einfangen flüchtiger Blicke und Interaktionen zwischen den Seehunden auf Reflexe an, die ich normalerweise nicht brauche. Hier hat mir die schnelle Bedienung der Kameras erheblich geholfen!

 Ich war in erster Linie Workshop-Lehrer, und eines meiner Grundprinzipien ist, dass die Teilnehmer stets Vorrang haben. Das bedeutet, dass meine eigene Fotografie immer an zweiter Stelle steht. Wenn ich also ein Foto mache, muss es schnell gehen und mich so wenig wie möglich von meiner Hauptfunktion ablenken. Dass ich auf der Expedition selbst so viele Fotos machen konnte, hat mit der Eigenständigkeit der Teilnehmer beim Fotografieren zu tun, aber auch damit, dass ich dank der OM-Ds blitzschnell fotografieren und mich dann wieder meinen Teilnehmern zuwenden konnte.

Was bleibt sind eindrucksvolle Fotografien

Für mich war es ganz klar eine einmalige Reise. Die Antarktis ist eine der Naturlandschaften, die unter die Haut gehen. Sie nimmt dein Herz und deine Phantasie ein und wirkt magnetisierend. Ich kann jetzt verstehen, weshalb viele Menschen trotz der enormen Kosten wieder und wieder zurückkehren.

Ich bin zufrieden mit der Menge und Qualität meiner Aufnahmen, ob Landschaften, Wildtiere, abstrakte Eismotive, die Farben und Texturen von Rost oder die Farbe des Ozeans und des Himmels. Ich hoffe, dass ich die Aufnahmen 2017 in Buchform herausbringen kann (und vielleicht sogar in einer Ausstellung präsentieren kann).

Auf die richtige Auswahl kommt es an

Was die Auswahl meiner Ausrüstung angeht, so habe ich erfreulicherweise im Großen und Ganzen die richtigen Entscheidungen getroffen. Alle Kameras und Objektive haben einwandfrei funktioniert. Insbesondere die Arbeit mit der E-M1 Mark II war ein Vergnügen. Bei der Betrachtung der Dateien mit 100 % auf meinem 27-Zoll-Monitor zeigte sich eine unglaubliche Detailtreue. Anderen Fotografen gegenüber habe ich es als die bislang beste OM-D beschrieben, und dies hat sich durch die Qualität meiner Aufnahmen bestätigt.

Nicht weniger beeindruckt war ich von dem 12–100mm Objektiv. Ich habe mit allen vorstellbaren OLYMPUS Premiumkameras und PRO Zooms gearbeitet, und die optische Qualität hat mich nie enttäuscht. Aber das 12–100mm scheint die Messlatte noch einmal höher zu legen. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, aber ich würde sagen, dass es bei f8 oder f11 das bislang schärfste OLYMPUS-Objektiv ist, mit dem ich fotografiert habe, und es liefert kristallklare Bilder mit hohem Detailgehalt.

Ein guter Rat zum Schluss

Zum Schluss noch ein Wort an alle Leser: Wenn sich die Gelegenheit ergibt, die Antarktis zu sehen, dann zögern Sie keine Sekunde! Selbst, wenn Sie dafür eine neue Hypothek auf Ihr Haus aufnehmen müssen. Sie müssen lediglich dafür sorgen, dass genug Geld für eine E-M1 Mark II und ein 12–100mm Objektiv übrig ist!

Fotos von Steve Gosling

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