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Olympus E-M1 Mark II - Antarktis Expedition

Olympus Visionary Adrian Rohnfelder beschreibt seine spannende Expedition zum Vulkan Mount Sidley mit der Olympus OM-D E-M1 Mark II. 

Expedition zum Vulkan Mount Sidley

Als Lavajäger sind eigentlich Hitze und Staub mein Metier, meine Wohlfühloase. Bei vulkanischen Touren z.B. in die Danakil Wüste in Äthiopien bin ich in meinem Element. Hingegen kann ich Schnee und Kälte nicht leiden. Das Geräusch von knirschendem Schnee lässt mir sogar einen gruseligen Schauer über den Rücken laufen.

Trotzdem sitze ich genau vor einem Jahr gebannt vor einer Anzeige einer Expedition zu dem Vulkan Mount Sidley in der Antarktis. Die Sätze „weniger erforscht als der Mond“, „einsamster und einer der am seltensten bestiegenen Berge“ sowie „die unvorstellbare Weite dieser Eiswüste machen sie zum größten Abenteuerspielplatz der Erde“ ziehen mich magisch an.

Ein echter Entdecker

Schon als Kind habe ich Entdeckerbücher verschlungen und von entfernten, einsamen und unentdeckten Welten und Orten geträumt. Daher muss ich nicht lange überlegen und kontaktiere sogleich den Expeditionsleiter, den erfahrenen Polarguide Christoph Höbenreich. Nach kurzer Abstimmung und ein paar Trainingsauflagen ist schnell klar, ich bin dabei!

Nach einem Jahr intensiver Vorbereitung und 27 Stunden Anreise treffe ich in Punta Arenas in Chile, dem Startpunkt unserer Expedition, ein.

Der komplette Expeditionsbericht würde an dieser Stelle leider jeden Rahmen sprengen. Daher konzentriere ich mich hier auf die wesentlichen Fragen welche mir immer wieder zu dieser außergewöhnlichen Tour gestellt werden.

Einblick in eine andere Welt

Die interessanterweise am häufigsten gestellte Frage lautet, ob ich keine Angst vor den Eisbären gehabt hätte?

Eindeutige Antwort: Nein! Eisbären gibt es nur in der Arktis, nicht aber in der Antarktis. Dort leben dafür die Pinguine, jedoch nur an der Küste und nicht auf unserer Route.

Wie reist man in die bzw. in der Antarktis?

Von Punta Arenas aus mit dem, zumindest für mich, König der Flugzeuge. Einer russischen Iljuschin, einer bärenstarken eigentlich Frachtmaschine. In der Antarktis selber erfolgt der Transport mit kleinen polartauglichen Propellermaschinen. Die „Landebahnen“ sind dabei jeweils aus spiegelglattem hartem Eis oder Schnee.

Welche Ausrüstung benötigt eine solche Expedition?

Absolute Pflicht sind polartauglicher Anzug, dickste Daunenjacke und Fäustling, 8.000er Gipfel taugliche Schuhe, scharfe Steigeisen sowie Schlafsäcke für Temperaturen bis zu minus 40 Grad Celsius.

Herausfordernde Bedingungen

Wie waren die Temperaturen?

Das Wetter ist in der Antarktis - es ist der kälteste, windigste und trockenste Kontinent - DER wesentliche und bestimmende Faktor. Regelmäßige Planänderungen und langes Warten auf passende Wetterfenster sind an der Tagesordnung. Wir haben jedoch häufig Glück mit Sonne und Temperaturen von Null bis minus 10 Grad. Dazu ist die trockene Kälte sehr gut zu ertragen. Im Zelt selber können wir teilweise im dünnen Pullover sitzen und nur leicht bekleidet schlafen. Von einer auf anderer Sekunde unangenehm wird es nur bei aufkommenden Wind. Dann gefriert der eigene Atem sehr schnell zu Eis.

Kann man unter solchen Bedingungen überhaupt fotografieren?

Selbstverständlich! Ich bin mit der Kombination E-M1 Mark II plus 12-100 4.0 Pro Objektiv unterwegs, welche jederzeit einwandfrei ihren Dienst verrichtet. Nur die Akkus halten bei der extremen Kälte nicht sehr lange durch, so dass ich immer zwei Ersatzakkus warm in einer Brusttasche am Körper trage. Mangels Lademöglichkeit habe ich entsprechend viele dabei.

Ruhe. Zufriedenheit. Freiheit.

Wie fühlt man sich als der vielleicht einsamste Mensch im gesamten Universum?

In 1.000 km Umkreis nur Eis, die nächste Zivilisation unendlich weit weg, die Bergkameraden auf unerforschten Wegen unterwegs zum Gipfel und der Rückweg zum Basislager alleine nicht möglich aufgrund von Gletscherspalten. Und ich fühle mich gut, ausgesprochen gut. Ein tiefes Gefühl von Ruhe, Frieden und grenzenloser Freiheit überkommt mich. In absoluter Stille komme ich dem Begriff der Unendlichkeit so nah wie nie zuvor und könnte vor Glück und Schönheit einfach nur losheulen.

Zumindest bis das Kopfkino startet und Filme abzuspielen beginnt, in denen die Bergkameraden tatsächlich verunglücken und nicht zurückkehren.

Aber natürlich kehren sie zurück, und wir stoßen mit in diesem natürlichen Gefrierschrank gekühltem Bier auf eine einmalige Erfahrung und uns den Rest unseres Lebens prägende Erinnerungen an.“

Fotos von Adrian Rohnfelder

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