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Bei Steinadlern und Bartgeiern

Olympus Visionary Andreas Geh gibt Einblicke in die Nutzung der Olympus E-M1 Mark II.

Tier- und Vogelfotografie mit Olympus

Bewaffnet mit zwei langersehnten Olympus OM-D E-M1 Mark II startete ich in das neue Jahr und wollte erst einmal ausgiebig die neuen Funktionen testen. Es ging mir darum herauszufinden, ob die Kamera ganz praktisch für die Tier- und Vogelfotografie wirklich besser geeignet ist als ihre Vorgängerin.

Also auf nach Schweden um am Polarkreis bei harten Umgebungsbedingungen mein Glück mit Steinadlern aus der Nähe zu suchen und anschließend in den Schweizer Alpen die Bartgeier im Flug zu fotografieren.

Steinadler LIVE erleben

Die Steinadler waren nicht sehr kooperativ. In 5 Tagen Ansitz hatte ich nur einmal bei ungünstigem Licht die Chance, sie aus der Nähe zu sehen. Was sich hier aber sofort als große Qualität auszeichnete war die völlig lautlose Fotografie, denn die Tiere sind sehr scheu und misstrauisch.
                   
Mit einer Gruppe Gimpel, probierte ich stundenlang ProCapture aus. Meine Begeisterung für diese Möglichkeit nahm bei jedem Durchgang zu. Wer kennt nicht die zum Haare-raufen-Situationen in denen man zum hundertsten mal versucht z.B. einen Haubentaucher exakt im Abtauch-Moment zu erwischen, oder einen Vogel beim Abflug vom Ast oder Ähnliches. Mit ProCapture gelang mir mehrfach exakt den Moment zu erwischen, in dem die Vögel auffliegen. 

Nichts mehr verpassen

Da ich fast eine Sekunde vor Auslösung bis zu 14 Bilder habe, verpasse ich das nicht mehr und kann später am PC den besten Moment auswählen.

Nach meiner Rückkehr aus Schweden ging es gleich ins Wallis um auf dem Gemmigrad mit den KollegInnen der GDT Schweiz auf Bartgeier-„Jagd“ zu gehen. Hier kommt es auf Schnelligkeit, Ausdauer und einen exakt sauber arbeitenden Autofokus an, denn die Geier sind mal vor Wald, Schnee, Fels oder freiem Himmel unterwegs und warten nicht auf dich.

Dann die Bewährung: Ein erster Geier kam und die Kameras ratterten ringsum. Ich machte innerhalb von 2h fast 1.500 Bilder. Der Continuous-AF Modus ist mit 18 Bildern/s echt fix. Da füllt sich die Speicherkarte schneller als gewohnt. Später am PC stellte ich fest, dass der AF auch überaus präzise und schnell arbeitet und sich nicht von wechselnden Hintergründen aus dem Tritt bringen lässt. Das war beim Vorgängermodell noch anders.

Ein gutes Ergebnis

Was mir auch positiv aufgefallen ist, dass beim Verfolgen der Tiere im Vorbeiflog mit Finger auf dem Auslöser trotzdem möglich war, die Vögel im elektr. Sucher zu sehen und zu halten. Die 60Hz Anzeigerate und die hohe Leistung der Verarbeitung reichen nun offensichtlich aus. Ebenso finde ich es sehr hilfreich Histogramm und die aktivierten Fokusfelder in Echtzeit zu sehen.

Für mich ist aber seit dieser Tour zweifelsfrei klar, dass ich mich mit dem Umstieg richtig entschieden hatte und mit gutem Gewissen und ohne Sorge nach Grönland oder sonstwo auf der Welt mit der OM-D E-M1 Mark II und den M.ZUIKO PRO-Objektiven unterwegs sein kann. Ob Action oder Entschleunigung, quirlige Vögel, Landschaften, Details oder ruhige Sternenbahnen, ich brauche mich nicht mehr mit den Begrenzungen der Technik beschäftigen, sondern kann mich voll und ganz den Motiven und meinen Bildideen widmen.

Bildqualität, Leistung und Gewicht passt für mich nun perfekt zusammen.Und das mit mehr Flexibilität als jemals zuvor. Ich freue mich auf meine nächste Tour.

Fotos von Andreas Geh

Produkte in diesem Artikel

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