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Die Welt erkunden mit der Olympus E-M10 Mark III

Eine Übernachtung unter dem Sternenhimmel mit der Olympus E-M10 Mark III und dem 8mm PRO & 300mm PRO Objektiven. 

Ein spannender Weg

Die Freude war groß, als ich das Paket öffnete und sah, was sich darin verbirgt: Es war die E-M10 Mark III - der zweite Nachfolger meiner geliebten E-M10, mit der ich in die Welt des Micro Four Thirds Systems eingestiegen bin. Damals war es eine kleine Revolution, als ich die letzte Spiegelreflex Kamera von Olympus - die E-5 - hinter mir gelassen habe und die kleine E-M10 in den Händen hatte. So viel neues, so viel kleiner, so anders und doch durch und durch eine Olympus.

Prachtstück im OM-Retro-Look

Die E-M10 Mark III habe ich in Silber bekommen. Obwohl ich persönlich eine Kamera komplett in schwarz bevorzuge, ist die kleine Mark III ein Prachtstück im OM-Retro-Look. Sie sieht sehr aufgeräumt, durchdacht und hochwertig aus. Der erste Eindruck täuscht nicht - sie fühlt sich genau so wunderbar in den Händen an. Hervorragende Verarbeitung vom Gehäuse und Knöpfen. Kein Knirschen oder Wackeln. Trotz fehlendem Griff wie z.B. bei der E-M1 Serie, besitzt die E-M10 Mark III einen Mini-Griff sodass sie trotzdem gut mit einer Hand festgehalten werden kann. Die leicht rauen Oberflächen vorne, hinten und am Bedienungspanel fühlen sich sehr angenehm an und sind nicht rutschig. Die Platzierung der Knöpfe und Rädchen ist typisch für Olympus und ich konnte die neue Kamera bereits nach wenigen Minuten optimal bedienen.

Software & Menüführung

Man weiß einfach sofort, wo was ist. Dies war übrigens bei jeder neuen Olympus Kamera der Fall. Das schicke Design wird unterstützt durch die unglaublich kleinen Masse der E-M10 Mark III. Ich weiß noch, wie ich damals mit der ersten E-M10 um die Welt gereist bin und immer wieder andere Profis zum Staunen gebracht habe: Man konnte nicht glauben, dass dieser Winzling meine einzige Kamera war, mit der ich alle Fotos schießen wollte.

Genau so würde es mit der E-M10 Mark III sein, denn sie ist winzig, sie ist leicht, aber sie muss sich keinesfalls deswegen verstecken. In dieser kleinen Schönheit verbirgt sich eine unglaublich große Leistung.

Reise mit Übernachtung

Um die E-M10 Mark III zu testen begab ich mich auf die Reise mit Übernachtung auf den Gipfel vom Pilatus (2128m) im Kanton Obwalden. Das Wetter war alles andere als optimal. Es war stark bewölkt und ein dichter Nebel umgab den Gipfel. In der Hoffnung auf einen Sonnenuntergang bin ich zum Höchsten Aussichtspunkt gelaufen. Es hat etwas geregnet und ich hatte die Regenjacke an. Durch die kleine Masse konnte ich die E-M10 Mark III genau wie damals meine E-M10 einfach in einer der Jackentaschen transportieren und wenn nötig schnell rausholen und Fotos schießen. Was für andere Fotografen unvorstellbar ist, gehört bei mir zum Alltag. Meistens braucht man beide Hände und kann nicht ständig die Kamera und Stativ halten. Entweder man packt alles zusammen und läuft zu einem bestimmten Punkt, um dort wieder auszupacken oder man hat eine Kamera wie die E-M10 Mark III und kann sie einfach schnell verstecken und rausnehmen - fast wie bei einem Smartphone. Ich konnte jederzeit unterwegs aus der Hand fotografieren.

Bedienung mit einer Hand

Die Kamera ist so leicht und klein dass man sie kaum merkt. Die Bedienung erfolgt mit einer Hand - alle Tasten und Rädchen können mit dem Daumen und Zeigefinger erreicht und bedient werden. Die Mechanismen sind genau angepasst, der Widerstand ist nicht zu schwach und nicht zu stark - die Rädchen drehen sich in bestimmten kontrollierten Schritten, die Tasten werden nie versehentlich gedrückt. Ich konnte ein Paar schöne Ecken durchs Klettern erreichen wo ich meine linke Hand gebraucht habe und mit der rechten die Kamera gehalten habe. Der kleine Griff reicht absolut aus um die E-M10 Mark III selbst in Bewegung sicher festzuhalten.

Geschwindigkeit

Sehr positiv fand ich die Geschwindigkeit der neuen E-M10 Mark III. Sie hat einen deutlich schnelleren Prozessor als die original E-M10. Blitzschnelle Reaktion auf alle Befehle und Funktionen. Menüführung und schnelle Einstellungen, Wiedergabe von Fotos und Videos - alles sehr sehr schnell. Ich saß im dichten Nebel und musste schnell sein, sobald eine Lücke kam und man dadurch fotografieren konnte. Die Kamera reagierte immer sofort und ich konnte jeden Moment erwischen und während ich wartete die unbrauchbaren Fotos löschen.

Unterwegs vor dem Hotel habe ich noch ein Paar Schnappschüsse gemacht, die E-M10 Mark III und das 8mm PRO sind ein hervorragendes Team - beide klein, leicht und unterwegs sofort einsatzbereit. Wenn man die Kamera nicht mehr braucht, wird sie einfach zusammen mit dem Objektiv in der Jackentasche versteckt.

Sternschnuppen am Himmel

Nach dem kurzen Schlaf, kurz vor Mitternacht hat sich das Wetter deutlich verbessert und man konnte endlich klaren Himmel sehen. Ich bin nicht umsonst für die Übernachtung hierhin gekommen - es war die Sternschnuppen-Nacht! Immer wieder hat man hier und da eine oder zwei gesehen, mal groß mal klein. Ich habe nicht lange überlegt und mein Stativ mit der E-M10 Mark III und 8mm f1.8 PRO aufgestellt. Die winzige Kamera sah fast schon lustig aus auf dem massiven Stativ. Aber es war gut so, denn es war windig und die Kamera dürfte sich über lange Zeit nicht bewegen. Unter mir war die Stadt Luzern und der Vierwaldstättersee, oben war der störende Mond - keine optimalen Bedingungen und eine grosse Herausforderung für die E-M10. Live Composite ausgewählt, separat Luzern und die Umgebung belichtet und dann einfach gewartet - das zusätzliche Licht wird automatisch gespeichert und auf dem Live View erscheinen. Und Tatsächlich habe ich bereits nach nur wenigen Versuchen einige Sternschnuppen festhalten können. Natürlich konnte man die Kamera einfach für die halbe Nacht stehen und belichten lassen - dies würde aber zu Startrails führen unter denen die kleinen Sternschnuppen keine Chance haben und kaum zu erkennen sind. 

Morgendämmerung am Horizont

Die Nacht verging schnell und schon konnte man die Morgendämmerung am Horizont erkennen. Diesmal habe ich mein 300mm f4 PRO auf einem Stativ befestigt und hinten dran war die E-M10 Mark III. Ich habe ein Panorama aus 3 Fotos gemacht. Die Touchscreen-Bedienung finde ich in solchen Fällen sehr hilfreich. Es gibt praktisch keine Erschütterungen beim Auslösen mittels Finger-Berührung am hochsensiblen Display. Essentiell bei langen Brennweiten wie 300mm.

Der Himmel war erneut bewölkt, jedoch mit kleinen Lücken. Als die Sonne weiter oben war, entstand eine schöne Lichtstimmung über dem Vierwaldstättersee. Um dies festzuhalten habe ich die E-M10 Mark III und das 7-14mm PRO jeweils in eine Jackentasche gepackt und bin nach oben zum Aussichtspunkt gelaufen. Die kinderleichte Bedienung und die hohe Geschwindigkeit der E-M10 Mark III erlaubte es mir in kürzester Zeit mehrere Einstellungen auszuprobieren um die optimale Einstellung zu finden. So konnte ich rechtzeitig die Lichtstimmung einfangen und in einem Panorama aus 3 Fotos festhalten.

Schön. Leicht. Schnell.

Die E-M10 Mark III ist derzeit wohl die beste Wahl, wenn man einen schönen, leichten, schnellen und vielseitigen Reisebegleiter sucht. Lasst die anderen schwitzen und lange Pausen machen während ihr weiter zum Ziel läuft und die Welt erkundet. Die E-M10 Mark III zusammen mit den M.Zuiko Objektiven erspart euch mehrere Kilos Zusatzgewicht. Jedes Mal, wenn ich mit anderen Fotografen unterwegs bin, punkte ich bei Ausdauer und Geschwindigkeit - nicht weil ich sportlicher bin, sondern weil ich auf dem Weg nach oben weniger tragen muss. Da wo die anderen nicht mehr können, komme ich weiter und fotografiere Motive, die für den Rest unerreichbar bleiben. In dem kompakten, stilvollen Gehäuse sind unendliche Möglichkeiten versteckt. Man kann die 16 Megapixel der Mark III sowohl für schnelle Schnappschüsse als auch für professionelle Zwecke verwenden. Alles hängt vom Objektiv ab. Und davon gibt es für MFT mehr als genug! Zusammen mit einem Reisezoom hat man die perfekte Reisekamera im Taschenformat.

Fazit: Einstecken und los!

Zusammen mit einem Makroobjektiv verwandelt sich die E-M10 Mark III in eine professionelle Makrokamera - ein noch kleineres Makro-System mit gleicher Leistung gibt es nicht. Mit einem Pancake Objektiv ist die Mark III kaum grösser als eine Kompaktkamera - bietet aber eine unvergleichlich höhere Qualität.

Die Mark III verschwindet zwar hinter einem Tele, macht aber genau das was die größeren Geschwister auch können. Und bei Weitwinkel/Fisheye kann man dank den kleinen Massen der Kamera immer neue Perspektiven direkt aus der Hand ausprobieren. Die Mark III ist ein weiterer Beispiel dafür, dass Qualität nicht schwer sein muss. Sie darf auf keiner Reise fehlen - egal ob als Haupt- oder Zweitkamera. Wenn man eine freie Jackentasche hat, sollte man die E-M10 Mark III unbedingt einstecken.

Fotos von Olympus Visionary

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