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Die perfekte Kamera für Tierfotografie

Die Reise zur nördlichsten Insel Japans mit der Olympus E-M1 Mark II Systemkamera. Olympus Visionary Jari Peltomäki gibt Einblicke in die Ausrüstung seiner Wahl. 

Hokkaido - Japan.

Über Olympus wurde ich vom Fremdenverkehrsamt Hokkaido zu einer Fotoreise auf die Insel eingeladen. Hokkaido ist die nördlichste Insel Japans und für die Tierfotografie eines meiner Lieblingsziele weltweit. Ich liebe Hokkaido und habe die Einladung sehr gerne angenommen, um dieser wunderschönen Insel meinen nunmehr zehnten Besuch abzustatten.

Die Chance ergreifen

Riesenseeadler mit Pro Capture aufgenommen

Unser Weg führte uns zur Notsuke-Halbinsel, wo wir einen am Boden verharrenden Riesenseeadler fotografierten.

Die anderen Fotografen wagten sich nah an den Adler heran; es handelte sich um ein sehr zutrauliches Exemplar. Ich wartete in einiger Entfernung darauf, dass der Adler sich in die Lüfte schwingen würde. Ich konnte erkennen, dass sich eine tolle Gelegenheit für spektakuläre Aufnahmen vom Abflug des Adlers bot, denn der Wind und die Sonne kamen aus derselben Richtung.

Feingefühl ist gefragt: Den richtigen Moment einfangen

Jeder Vogelfotograf weiß, wie schwierig es ist, beim Abflugmanöver eines Vogels den richtigen Moment im Bild festzuhalten, denn es ist immer schwer vorherzusagen, wann er wirklich abhebt. Die Olympus Pro Capture Funktion zählt meiner Meinung nach zu den besten Merkmalen der OM-D E-M1 Mark II Kameras. Dank Olympus können Sie jeden Vogel beim Abheben im Bild festhalten, wie klein er auch sein mag. Hat sich ein Vogel irgendwo niedergelassen und könnte sich jeden Moment in die Lüfte schwingen, wählen Sie die Pro Capture H Funktion aus, stellen auf den Vogel scharf und drücken den Auslöser halb herunter. Die Kamera startet eine völlig geräuschlose Aufnahmesequenz mit einer Rate von 60 Bildern pro Sekunde. Mit der neuen Firmware nimmt die Kamera bei halb heruntergedrücktem Auslöser bis zu 35 Bilder innerhalb einer Minute auf.

Serienaufnahmen: Nichts mehr verpassen

Wenn Sie dann erkennen, dass der Vogel tatsächlich abhebt, drücken Sie den Auslöser vollständig herunter. Daraufhin werden alle davor aufgenommenen 35 Bilder (circa 0,58 Sekunden) auf der Kamera gespeichert. Sie müssen sich beim Auslösen nicht sonderlich beeilen und erhalten dennoch Aufnahmen aller unterschiedlichen Flügelpositionen des Vogels beim Abflugmanöver. Der einzige Nachteil bei dieser Aufnahmegeschwindigkeit besteht darin, dass nur Single-Autofokus verwendbar ist. Die besonders schnelle Aufnahmegeschwindigkeit sorgt aber dennoch für unzählige scharfe Bilder jedes Abflugs. In einer Diashow wirken die Aufnahmen vom Abflug des Vogels wie ein Zeitlupenvideo, aber bei allen Bildern handelt es sich um RAW-Dateien, die zu großformatigen Aushängeschildern einer Fotoausstellung werden könnten.

Kleiner oder größer - der Bildwinkel macht den Unterschied

Der Bildwinkel (=Aufnahmewinkel) ist einer der entscheidenden Aspekte bei der Vogelfotografie. Dies liegt insbesondere daran, dass der gewählte Bildwinkel bestimmt, vor welchem Hintergrund der Vogel abgelichtet wird. Bei Vogelaufnahmen eignet sich häufig die Augenhöhe am besten, da der Hintergrund so weiter entfernt ist und der Vogel sich gut davon abhebt.

Der Winkel macht den Unterschied

Die Olympus OM-D E-M1 Mark II verfügt über einen drehbaren Bildschirm, mit dessen Hilfe ich aus Positionen mit kleinem Winkel aufnehmen kann. Dieser Bildschirm kann auch zum Scharfstellen und Auslösen verwendet werden. Bei Aufnahmen aus Positionen mit kleinem Winkel ist das sehr hilfreich, da man nicht durch den Sucher schauen oder die Hände verrenken muss. Bei meinem alten Kamerasystem habe ich für Aufnahmen aus Positionen mit kleinem Winkel einen Winkelsucher verwendet.

Doch es ist sehr schwierig, bewegliche Motive damit zu verfolgen, und fast unmöglich, Vögel im Flug zu fotografieren. Die Arbeit mit einem Winkelsucher ist außerdem nicht sehr angenehm für den Nacken. Ein drehbarer Bildschirm ist eine weitaus bessere Lösung. Sie können einfach in die Knie gehen und Ihre Kamera auf dem Boden platzieren, um Bilder aus Positionen mit kleinem Winkel aufnehmen zu können.

Kreativität ist gefragt

Einen besonders einfallslosen Aufnahmewinkel sollten Sie möglichst vermeiden: Sie stehen und richten die Kamera nach unten auf einen Vogel, der sich an Land oder zu Wasser in Ihrer Nähe befindet. Im Bildhintergrund ist dann das Wasser oder der Untergrund im Fokus und der Vogel verschmilzt damit. In diesen Fällen ist es eine viel bessere Idee, in die Knie zu gehen und sich auf Augenhöhe mit dem Vogel zu begeben. Werden die Aufnahmedistanz und die Objektivbrennweite größer, verändert sich auch der Bildwinkel und es kommt nicht mehr so sehr darauf an, eine niedrige Position einzunehmen. Ein Vogel im Schnee, in farbigem Wasser oder auf interessant gefärbtem oder gemustertem Boden hebt sich vom Hintergrund ab. Dann ist es nicht so wichtig, aus einer Position mit sehr kleinem Winkel zu fotografieren. Möglicherweise werden Ihre Aufnahmen von Vögeln mit Lichtspiegelungen auf dem Wasser besser, wenn Sie aus weniger hohen Positionen fotografieren.

Stativ? Gerne auch ohne! 

Haben Sie die Möglichkeit, mit größerem Bildwinkel zu fotografieren, kann der Hintergrund ebenfalls interessant sein. Bietet sich etwa die Gelegenheit, von einem Turm oder Dach aus zu fotografieren, oder von einer Anhöhe oder einem Berg aus, können sich interessante Hintergründe zeigen. Positionen mit großem Winkel eignen sich besonders gut für Bilder vom Typ „Vogel in der Landschaft“.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit Olympus Kameras auch bei extrem langen Verschlusszeiten ohne Stativ fotografieren kann und trotzdem noch gestochen scharfe Bilder erzielt. Somit handelt es sich um das ideale Kamerasystem, mit dem Sie Schärfe und Bewegung in Ihren Bildern vereinen können.

Kamera für Reisefotografen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Reisefotografen alle dasselbe Problem haben – ihre Kamerataschen sind grundsätzlich zu schwer, um sie als Handgepäck mit ins Flugzeug nehmen zu dürfen. Ich hatte früher dasselbe Problem und versuchte dann, meine Kameratasche zu verstecken, damit mein Handgepäck nicht gewogen wird. Das war immer eine sehr stressreiche Angelegenheit und kein angenehmer Auftakt zu einer langen Reise. Doch mittlerweile fotografiere und reise ich seit etwa anderthalb Jahren mit Olympus Ausrüstung und ich muss gestehen: Diese Kameraausrüstung hat mein Leben verändert! Im Januar war ich für einen Fotoauftrag auf Hokkaido und das hier ist ein Foto von meiner Olympus Kameratasche.
                                          
Meine Olympus Kameratasche mit sämtlicher Ausrüstung, die ich für den Fotoauftrag auf Hokkaido benötigte, wog 8,85 Kilo. So konnte ich die Tasche am Flughafen Haneda am ANA-Schalter problemlos als Handgepäck aufgeben.
 

Jederzeit gewappnet

Übrigens sollten Sie daran denken, alle Kameraakkus im Handgepäck zu verstauen. Wenn Sie Akkus im aufgegebenen Gepäck mit sich führen, werden diese möglicherweise vom Sicherheitspersonal herausgenommen.

Jetzt kann ich tatsächlich alle benötigten Objektive zu meinen Shootings mitnehmen und schnell von einem Bildwinkel zum anderen wechseln. Da ich jetzt drei verschiedene Kameras mit unterschiedlichen Objektiven mitnehme, sind meine Bilder von ein und demselben Ort mittlerweile viel abwechslungsreicher als zuvor. In der Natur trage ich häufig zwei OM-D E-M1 Mark II Kameras an einem Doppeltrageriemen bei mir – eine mit einem M.Zuiko Digital ED 300mm F4.0 IS PRO und die andere mit einem M.Zuiko Digital ED 40-150mm F2.8 PRO. So bin ich jederzeit für alle Aufnahmesituationen gewappnet. Eine Kamera mit einem Objektiv mit kurzer Brennweite, z. B. einem M.Zuiko Digital ED 12-100mm F4.0 IS PRO, befindet sich in meiner Kameratasche und ist somit auch schnell griffbereit, wenn ich Weitwinkelaufnahmen oder Videos ohne Stativ aufnehmen möchte.

Die perfekte Kamera für einen Tierfotografen

Ohne Stativ kann ich Bilder viel spontaner aufnehmen und der Bildwinkel lässt sich auch deutlich schneller anpassen, als wenn ich mit einem schweren und sperrigen 600mm F4 Objektiv und einem wuchtigen Stativ arbeite.

Im Großen und Ganzen ist dies meiner Meinung nach die perfekte Kamera für einen Tierfotografen. Das Gewicht und die Größe der Kamera, die hervorragenden Aufnahmegeschwindigkeiten, der sehr gute kontinuierliche Autofokus und die Bildqualität genügen all meinen Ansprüchen voll und ganz.

Fotos von Jari Peltomäki

Produkte in diesem Artikel

 Olympus E-M1 Mark II

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