Zurück zu den Testberichten

Farbenfrohe Landschaften fotografieren

Albert Dros begleitet Sie durch die farbenfrohe Welt der Landschaftsfotografie und verrät, worauf es dabei wirklich ankommt.

Mit Vorbereitung in die Landschaftsfotografie

– letzte Aktualisierung:

Es gibt bereits viel zu tun, bevor Sie das Haus verlassen. Albert überlässt so wenig wie möglich dem Zufall und beginnt seine Planung, indem er aus der Ferne nach Locations sucht. „Sie können fast jede Location auf Instagram oder Google finden, was Ihnen einen Einblick in das Gebiet und den vorhandenen Lichttyp bietet.“

Zusätzlich können auch andere Social Media Plattformen bei der Recherche nützlich sein. Wurde eine interessante Location gefunden, sollte unbedingt nach weiteren Eindrücken der Region gesucht werden, um einen unverfälschten Eindruck zu gewinnen.  

Planung & Vorbereitung

Es gibt natürlich Orte auf der Welt, die noch nicht für die sozialen Medien fotografiert wurden. Alberts Lösung hierfür ist Google Earth, mit dem er sich einen Überblick von dem Terrain verschafft und nach Wegen sowie Zugängen sucht.

Natürliches Licht ist für Albert ebenfalls sehr wichtig. Seiner Meinung nach sollte jeder Landschaftsfotograf wissen, wo und wann die Sonne oder der Mond auf- und untergehen werden. Deshalb empfiehlt er die PhotoPills-App, um die Bewegung der Sonne und des Mondes sowie deren Auswirkung auf das Licht an einer Location zu betrachten.

Gehen Sie in die Extreme

Sie denken vielleicht, dass Sie bei der Landschaftsfotografie mit einer 24-mm-Brennweite beginnen sollten, aber um den Fotos etwas Besonderes zu geben, bevorzugt Albert extreme Brennweiten wie 12 mm und 400 mm. Neben seiner Sony α7R III verwendet er das FE 12-24mm f/4 G-Objektiv und das FE 100-400mm f/4.5-5.6 OSS G Master-Objektiv. Das Fotografieren mit 400 mm Brennweite erfordert etwas Kreativität und ein scharfes Auge, um mögliche Motive in der Ferne zu erkennen. Bei 12 mm Brennweite wird hingegen der Vordergrund eines Bildes hervorgehoben. „Wenn Sie mit einer 12-mm-Brennweite näher an den Boden gehen, sehen Sie plötzlich alle Linien und Details, die als Vordergrundmotive verwendet werden können. Bei 12 mm wird der Vordergrund so groß, dass Sie förmlich in das Bild hineingezogen werden.“

Farbe ist alles

Als ehemaliger Grafikdesigner ist es wohl nicht verwunderlich, dass sich Albert bei seinen Bildkompositionen besonders für Farbe und Kontrast interessiert. Er sucht nach verschiedenen Komplementärfarben, wie zum Beispiel Blau und Orange. „Ein blaues Meer mit einem orangefarbenen Himmel sieht sehr gut aus, aber es können auch kleinere Objekte im Vordergrund sein, die komplementär zur Farbe des Himmels sind. Ich suche oft nach kleinen Objekten, wie einer Blume oder einem Stein, die ich in meinen Kompositionen verwenden kann, um die Hintergrundfarben hervorzuheben.“

Belichtung und Fokus

Für die Belichtung erstellt Albert manchmal ein vertikales Panorama mit unterschiedlichen Belichtungen an der oberen und unteren Linie. Zum Beispiel könnte er die obere Linie unterbelichten, um die Besonderheiten am Himmel zu erhalten, und die untere Linie etwas heller als üblich belichten, um so viel Schattendetail wie möglich im Vordergrund zu erhalten. Ähnlich hierzu könnte er bei Nachtaufnahmen die obere Linie am Himmel und die untere Linie auf der Erde unterschiedlich belichten, um den Nachthimmel und die schöne Landschaft in all ihrer Pracht einzufangen. Er fügt die Bilder dann als Panoramabild in Adobe Photoshop zusammen, um ein großes Weitwinkelbild zu erstellen, besonders wenn er eine Kamera wie die Sony α7R III verwendet.

Um sicherzustellen, dass alles von vorne bis hinten scharf aufgenommen wird, verwendet Albert das sogenannte „focus stacking“. Dabei werden mehrere Bilder desselben Motivs mit verschiedenen Fokuspunkten aufgenommen. Wenn Ihr Motiv sehr nah am Objektiv ist, könnte es selbst bei einer kleinen Blendenöffnung schwerfallen, eine durchgehende Schärfe bis zu entfernten Objekten zu erreichen. Um dies zu umgehen, können Sie einfach verschiedene Punkte, wie den am nächsten und am weitesten entfernten Punkt, zusammen mit einigen Punkten in der Bildmitte fokussieren. Anschließend können Sie die Bilder zum Beispiel mit Adobe Photoshop übereinanderlegen.

Zum Thema Bildbearbeitung meint Albert, dass Fotografen keine Angst davor haben sollten. „Die Leute sagen immer, dass es zu viel Bearbeitung in der Fotografie gibt oder dass ein Bild sogar unecht wirken kann, besonders wenn Sonnenaufgänge und -untergänge abgebildet sind. Wenn ich aber meine Bilder bearbeite, hole ich das Beste aus der Szenerie heraus.“

Fotos von Albert Dros

Produkte in diesem Artikel

Sony Alpha 7R III

Sony Alpha 7R III

mehr erfahren
Sony FE 12-24mm f/4 G Objektiv

Sony FE 12-24mm f/4 G Objektiv

mehr erfahren
Sony FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS Objektiv

Sony FE 100-400mm f/4.5-5.6 GM OSS Objektiv

mehr erfahren

Albert Dros

Fotograf

Albert arbeitet seit 2012 als Profifotograf. Sein Werk lässt sich als lebendig, farbenfroh und märchenhaft beschreiben. Seine Landschaftsaufnahmen wurden schon häufig mit Szenen aus „Herr der Ringe“ verglichen, wohingegen seine Stadtaufnahmen kristallklar und scharf wirken. Als Perfektionist versucht er immer, mit seinen Aufnahmen einen bestimmten Moment so treffend wie möglich zu erfassen und investiert viel Zeit, um ein Foto zu schießen, das seinen Vorstellungen entspricht. Er bezeichnet sich selbst als „modernen“ Fotografen, liebt neue Technologien und versucht, immer auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben.

www.albertdros.com
Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen. Den Browser jetzt aktualisieren

×